{"id":7574,"date":"2026-07-24T09:19:37","date_gmt":"2026-07-24T07:19:37","guid":{"rendered":"https:\/\/reinhardstammerart.com\/?page_id=7574"},"modified":"2026-07-25T08:43:22","modified_gmt":"2026-07-25T06:43:22","slug":"elementor-7574","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/reinhardstammerart.com\/index.php\/elementor-7574\/","title":{"rendered":"Flaschenpost"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-page\" data-elementor-id=\"7574\" class=\"elementor elementor-7574\" data-elementor-post-type=\"page\">\n\t\t\t\t<div data-particle_enable=\"false\" data-particle-mobile-disabled=\"false\" class=\"elementor-element elementor-element-704c5fa e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"704c5fa\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\" data-settings=\"{&quot;jet_parallax_layout_list&quot;:[],&quot;ekit_has_onepagescroll_dot&quot;:&quot;yes&quot;}\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-715106b elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"715106b\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-settings=\"{&quot;ekit_we_effect_on&quot;:&quot;none&quot;}\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">Flaschenpost<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div data-particle_enable=\"false\" data-particle-mobile-disabled=\"false\" class=\"elementor-element elementor-element-3d7a2a8 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"3d7a2a8\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\" data-settings=\"{&quot;jet_parallax_layout_list&quot;:[],&quot;ekit_has_onepagescroll_dot&quot;:&quot;yes&quot;}\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-171dfb5 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"171dfb5\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-settings=\"{&quot;ekit_we_effect_on&quot;:&quot;none&quot;}\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div><i>Mallorca 2008<\/i><\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div>Heute ging ich an meinem Lieblingsstrand auf Mallorca spazieren. Der sonst so sch\u00f6ne, blaue, wolkenlose Himmel war von dicken, grauen Wolken verhangen, die der Sturm kr\u00e4ftig fauchend vor sich her gegen die Berge jagte .&nbsp;<\/div>\n<div>Dort wurden sie zusammengetrieben und entluden sich, vor Wut gegen diese Begrenzung schwarz angelaufen, gemeinsam mit Blitz und Donner . Die Wellen schlugen laut br\u00fcllend weit herauf ans Ufer.&nbsp;<\/div>\n<div>Ich setzte mich auf einen gro\u00dfen Stein und lauschte dem Get\u00f6se um mich herum. Unrat, Algen und allerlei anderes Zeugs wurde von den sch\u00e4umenden Wellen hochgewirbelt.&nbsp;<\/div>\n<div>Fasziniert betrachtete ich dieses wilde Schauspiel.&nbsp;<\/div>\n<div>Pl\u00f6tzlich fiel mir eine Flasche auf, die, wie aus Schaum geboren, f\u00fcr kurze Zeit bis ganz nach vorne ans Ufer getragen wurde, sich f\u00fcr einen Wellenschlag lang ausruhte, um dann von der n\u00e4chsten Welle erneut erfasst und ins Meer zur\u00fcckgesp\u00fclt zu werden.&nbsp;<\/div>\n<div>Dieser Tanz w\u00e4re wohl endlos so weitergegangen und vielleicht war er das auch schon.<\/div>\n<div>So jedenfalls sah die Flasche aus . Anders als die mir bekannten aus dem Supermercado, eine andere Form, rustikaler.&nbsp;<\/div>\n<div>Das Glas war vollkommen verblasst, Muscheln und Algen hatten sich darauf festgesetzt. Sie musste sehr alt sein.&nbsp;<\/div>\n<div>Ihr Spiel in den Wellen nahm mich gefangen, ich war wie hypnotisiert.&nbsp;<\/div>\n<div>Ich lief ins Wasser und holte sie mir, wurde dabei v\u00f6llig durchn\u00e4sst, was angesichts dessen, was ich dann entdecken durfte, ein geringer Preis war.&nbsp;<\/div>\n<div>Ihr Inhalt wurde von einem alten Korken(Komma raus) gegen das Eindringen von Wasser(dito) gesch\u00fctzt. Ich entfernte ihn mit M\u00fche und ich fand darin einen Brief, einen sehr alten Brief. Das konnte ich auf den ersten Blick erkennen. Ich war so aufgeregt, dass ich ihn gleich hier, unter diesen extremen Bedingen, lesen wollte und dies ist, was er mir erz\u00e4hlte:<\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div>Es ist sehr, sehr lange her, dass ich das Schiff bestieg. Wenn ich mich recht erinnere, war es kurz vor meinem 17ten Geburtstagals ich als Schiffsjunge an Bord ging. Mein geringer Rang spielte, bei dem was folgte, keine Rolle, denn das Ende war f\u00fcr alle gleich.&nbsp;<\/div>\n<div>Ein Sturm hat uns allesamt von Bord gesp\u00fclt und das Schiff versank binnen Minuten. Einzig ich, so vermute ich jedenfalls, wurde auf einer Planke treibend, an ein einsames Eiland gesp\u00fclt . Wie sehr hatte ich mich(Komma raus) in der Zeit, die folgte, daf\u00fcr verflucht, dass ich in meiner Angst vor dem Ertrinken(Komma raus) dieses vorbeitreibende St\u00fcck Holz, welches ich kurz vorher vielleicht noch geschrubbt hatte, ergriff, um mein erb\u00e4rmliches Leben zu retten.&nbsp;<\/div>\n<div>War es der Dank daf\u00fcr, dass ich es so hingebungsvoll bearbeitet hatte und es sich mir sozusagen anbot, mich aus dieser mi\u00dflichen Lage, von hohen Wellen hin und her geschleudert, um Hilfe schreiend und Wasser schluckend, zu befreien?&nbsp;<\/div>\n<div>Ich wei\u00df es nicht. Gottes Wege sind unergr\u00fcndlich und ich belasse es einfach bei der Feststellung: ich wurde gerettet.&nbsp;<\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div>Aber was bedeutet das schon?&nbsp;<\/div>\n<div>Ein sturmgepeitschter Felsen mitten im gro\u00dfen Ozean. Ich bin mir sicher, da\u00df er auch heute noch auf keiner Seekarte verzeichnet ist.&nbsp;<\/div>\n<div>Warum auch? Es ist nichts da, was wichtig w\u00e4re &#8211; au\u00dfer man m\u00f6chte hier aus Seenot gerettet werden.&nbsp;<\/div>\n<div>Doch davon rate ich ab. Ertrinkt lieber.&nbsp;<\/div>\n<div>Es gibt hier nichts. Felsen, Wasser, f\u00fcnf zerzauste Kokospalmen und demn\u00e4chst vielleicht noch ein Skelett, das, an den Stamm einer Palme gelehnt, hinausblickt auf die unendlichen Weiten des Ozeans &#8211; so wie ich es nun all die Jahre getan habe.<\/div>\n<div>Und doch: Ich bin am Leben.&nbsp;<\/div>\n<div>Warum, wei\u00df ich nicht. War es angeborener \u00dcberlebensinstinkt, Feigheit, Hoffnung oder Dummheit? Ich wei\u00df es nicht.&nbsp;<\/div>\n<div>Irgendwann begann ich mich den neuen Lebensumst\u00e4nden anzupassen &#8211; um zu \u00fcberleben.&nbsp;<\/div>\n<div>\u00dcberleben in dem sinnlosen Hoffen darauf, da\u00df vielleicht eines Tages am Horizont ein Schiff auftaucht und mich wieder zur\u00fcckbringt in mein altes Leben &#8211; zu meinen Eltern, die mich auf diesem Schiff angeheuert haben, meinen Freunden, meiner gewohnten Umgebung, dem Haus in unserer kleinen Stadt, dem Bett, dem Brot, den Kartoffeln, dem Umgang mit Menschen, dem Sprechen, dem sorglos einschlafen k\u00f6nnen, der Landschaft mit ihren B\u00e4umen, Seen, Fl\u00fcssen, Tieren, den Stra\u00dfen mit ihren Fuhrwerken und all den Dingen, die darauf transportiert werden.&nbsp;<\/div>\n<div>So unendlich viele Dinge waren es, die mir einfielen in den ersten Jahren. Meine Sehnsucht wuchs ins Unerme\u00dfliche. Wenn mich nicht mein t\u00e4glicher \u00dcberlebenskampf dazu gezwungen h\u00e4tte, meinen Gedanken eine andere Richtung zu geben , so w\u00e4re ich wahnsinnig geworden, h\u00e4tte mich vielleicht doch, oder vielleicht gerade deshalb, ins Meer gest\u00fcrzt &#8211; den Fischen zum Fra\u00df. Eigentlich h\u00e4tte so ja auch mein Ende aussehen sollen.<\/div>\n<div>Aber dann h\u00e4tte ich auch nicht diese Flaschenpost schreiben k\u00f6nnen, an der ich mittlerweile viel Freude habe.&nbsp;<\/div>\n<div>Sie dient zu nichts, ist an niemanden adressiert und wird wahrscheinlich, nachdem sie die Meere einige Male durchquert hat, hier an meinem Felsen zerschellen.&nbsp;<\/div>\n<div>Ich werde dann aber nicht mehr da sein, um meinen Brief nochmals zu lesen.&nbsp;<\/div>\n<div>Ich schreibe ihn nur um des Schreibens willen. Dies hatte ich in den wenigen Jahren meiner Jugend gelernt und hatte mich damals gefragt, wof\u00fcr das gut sein solle. Nun wei\u00df ich es.&nbsp;<\/div>\n<div>Man mag sich fragen, woher ich das Schreibmaterial habe: aus einer Kiste, die aus der Ladung des Schoners(Komma raus) an die Klippen gesp\u00fclt wurde. Einige Lebensmittel waren auch dabei. (Das ect. musste unbedingt raus!<\/div>\n<div>Ich habe aber nicht gen\u00fcgend Papier retten k\u00f6nnen &#8211; die Feuchtigkeit zerst\u00f6rt hier alles &#8211; um ein Buch zu schreiben. Dies lag auch nicht in meiner Absicht und es h\u00e4tte auch in keine Flasche gepasst.<\/div>\n<div>Ich hatte nur, nach all den vielen Jahren des Verzichts, den Entbehrungen, der Verzweiflung und der Not(Komma raus) das Bed\u00fcrfnis, meine Geschichte zu erz\u00e4hlen.<\/div>\n<div>Da ich niemanden hatte, mit dem ich mich unterhalten konnte, war ich gezwungen, Selbstgespr\u00e4che zu f\u00fchren.<\/div>\n<div>Das macht man wohl in einer solchen Situation.&nbsp;<\/div>\n<div>Ich empfand es als ganz normal &#8211; zumal niemand da war, der sich dar\u00fcber lustig machen konnte.<\/div>\n<div>Ich beschimpfte mich auch, so wie ich fr\u00fcher meine Freunde beschimpft habe- vielleicht war ich sogar noch etwas ungerechter zu mir selbst, als ich es gegen sie gewesen bin .&nbsp;<\/div>\n<div>Aber auch meine Selbstgespr\u00e4che h\u00f6rten auf und irgendwann habe ich das Sprechen verlernt.&nbsp;<\/div>\n<div>Ich \u00f6ffnete meinen Mund nur, um das bi\u00dfchen Nahrung und Fl\u00fcssigkeit aufzunehmen, das mir von der kleinen Insel zugeteilt wurde.&nbsp;<\/div>\n<div>Menschliche Stimmen verschwanden aus meinem Bewu\u00dftsein.&nbsp;<\/div>\n<div>W\u00e4re ich gerettet worden &#8211; kein Wort w\u00e4re \u00fcber meine Lippen gekommen &#8211; vielleicht ein Schrei &#8211; ich wei\u00df es nicht. Nach all diesen Jahren w\u00e4re es wohl ein Schrei gewesen, mit dem ich all die Meeresungeheuer und Inselgeister, von denen ich umgeben war, um Hilfe gerufen h\u00e4tte &#8211; denn ich wollte nicht mehr weg von hier.&nbsp;<\/div>\n<div>Das ist merkw\u00fcrdig und ich habe diese Tatsache erst sehr sp\u00e4t zur Kenntnis genommen.<\/div>\n<div>Es mu\u00df eine \u00dcbergangszeit gegeben haben. Ich wei\u00df nur, dass meine Erinnerungen an mein altes Leben verbla\u00dften. Dies machte mir Sorgen, da ich annahm, dass ich nur das war, was die Vergangenheit aus mir gemacht hatte.&nbsp;<\/div>\n<div>Ein Junge eben, der \u00fcber 17 Jahre lang sich in dem wiederfand, was die anderen \u00fcber ihn dachten. Ich war gewisserma\u00dfen eine Wiederspiegelung meiner Mitmenschen.&nbsp;<\/div>\n<div>Tagt\u00e4glich, so erinnere ich mich, fand dieses Spiel statt: meine Kraft gegen Eure Kraft und so hat sich dann meine Pers\u00f6nlichkeit und mein Leben entwickelt.&nbsp;<\/div>\n<div>Mit der brutalen Macht der Naturgewalten, die dann an jenem besagten Tag \u00fcber mich hereinbrachen, hatte ich nicht gerechnet. Der Austausch fand dann nicht mehr statt. Ich wurde auf mich selbst zur\u00fcckgeworfen. Die Naturgewalten, die Insel und ich.&nbsp;<\/div>\n<div>Nat\u00fcrlich wurde nun alles auf den Kopf gestellt, alles Vorherige hatte keine Bedeutung mehr. Ich befand mich nur noch im Austausch mit meiner neuen Umgebung und die war nicht sehr umg\u00e4nglich. Mir blieb nur, mich anzupassen, wenn ich \u00fcberleben wollte. Es war alles sehr einseitig. Eigentlich z\u00e4hlte ich hier gar nicht. Ob ich nun hier war oder nicht &#8211; niemand da, der sich dar\u00fcber Gedanken machte. Nur ich &#8211; ich ganz alleine. Niemand da, der mir sagte: das bist Du.&nbsp;<\/div>\n<div>Und das war schwer zu ertragen in den ersten Jahren. Deshalb die Selbstgespr\u00e4che.&nbsp;<\/div>\n<div>Ich wurde zunehmend verwirrt und begann, mir Sorgen um meinen Gem\u00fctszustand zu machen. Aber auch das lie\u00df nach.&nbsp;<\/div>\n<div>Eigentlich war ich wie eine der f\u00fcnf Kokospalmen, oder wie ein St\u00fcck Fels. Wir \u00fcberlebten, jeder nach seiner Art und Beschaffenheit.&nbsp;<\/div>\n<div>Ja, ich sprach mit den Palmen und den Felsen und ich bekam Antworten. Antworten, die mir klar machten, da\u00df ich hier das schw\u00e4chste Glied in der Kette war. Das war schwer zu verstehen, denn eigentlich hatte ich gelernt, da\u00df ich mir die Natur zum Untertan machen sollte.&nbsp;<\/div>\n<div>Nun war es andersherum. Ich war weniger wert als diese kleine Krabbe, die so gerne \u00fcber meine F\u00fc\u00dfe lief, wenn ich an die Palme gelehnt aufs Meer hinausblickte.&nbsp;<\/div>\n<div>Anf\u00e4nglich widerstrebte es mir sehr, mich mit dieser Zuordnung zufrieden zu geben, aber je mehr Widerstand ich leistete, desto brutaler wurde ich auf meinen Platz verwiesen.&nbsp;<\/div>\n<div>Es w\u00fcrde den Rahmen dieses Briefes sprengen, wenn ich auf all die Ereignisse, die mich auf mich selbst reduzierten, zu sprechen kommen w\u00fcrde.&nbsp;<\/div>\n<div>Nur soviel: je weniger ich wurde, desto besser ging es mir. Ich hatte keine Erwartungen und keine Hoffnungen mehr, lebte in den Tag hinein und tat die Dinge, die getan werden mussten .&nbsp;<\/div>\n<div>Ich tat niemandem weh und mir wurde auch nicht wehgetan &#8211; so jedenfalls hatte ich meine Lage empfunden. Ich wurde zufrieden. Wie viele Jahre hat es gebraucht? Ich wei\u00df es nicht.&nbsp;<\/div>\n<div>Ich erkenne nur an meinem Spiegelbild, das mir die See, sollte sie ausnahmsweise einmal ruhig sein, zeigte, da\u00df ich nicht mehr der bin, der ich einmal war.&nbsp;<\/div>\n<div>Ich erinnere mich an alte Menschen von damals &#8211; so sehe ich jetzt aus.&nbsp;<\/div>\n<div>Also hat es wohl eines ganzen Menschlebens bedurft, um an diesen Punkt der Ruhe zu kommen. Ich sitze heute nicht mehr an der Palme, um auf ein Schiff zu warten, sondern blicke hinaus auf Meer, einfach nur hinaus aufs Meer.&nbsp;<\/div>\n<div>Die Morgensonne, wenn sie nach langer, dunkler Nacht(Komma raus) die wenigen Schatten vertreibt . Die M\u00f6wen, wenn sie \u00fcber \u00fcber dem Ozean kreisen. Die Fische, die f\u00fcr einen Moment auftauchten, um mir einen sch\u00f6nen Tag zu w\u00fcnschen.&nbsp;<\/div>\n<div>Die Abendsonne, wenn sie im Meer versinkt und der Nacht Zeit gibt, die Insel in ein schwarzes Tuch zu h\u00fcllen.&nbsp;<\/div>\n<div>Der Mond, der sich immer ver\u00e4ndert, seine Runden zieht, das Meer und die Insel, bei klarer Sicht und voller Gr\u00f6\u00dfe, mit goldenen Lichtkaskaden \u00fcberzieht.&nbsp;<\/div>\n<div>Die Sterne, die hoch oben im dunklen Nachthimmel funkeln. Sie waren immer da, und gaben mir zu verstehen, dass es etwas best\u00e4ndiges, ewiges im Leben geben mu\u00df.&nbsp;<\/div>\n<div>Dann sind da noch, hin und wieder, einige freundliche Meeresgeister oder Ungeheuer, wie sie f\u00e4lschlicherweise genannt werden, die mir zuwinken, um dann sofort wieder in der Tiefe des Meeres zu verschwinden. Sie haben mich noch nicht geholt, geben mir die Zeit, die ich brauche, um meine kleine Post zu beenden.&nbsp;<\/div>\n<div>Es ist bald soweit. Das Papier geht auch zur Neige und es ist gut so.<\/div>\n<div>Ich lausche den Wellen, wie sie sich an den Felsen brechen. Die Gischt n\u00e4\u00dft meine Haut. Der Wind streicht durch mein langes Haar und die Sonne brennt wie immer auf meine alte, vom Wind und Wetter gegerbte Haut.&nbsp;<\/div>\n<div>Ich f\u00fchle, dass ich Teil dieses kleinen Eilands geworden bin und vielleicht noch Teil des Lebens bleibe, wenn ich gleich abgeholt werde.&nbsp;<\/div>\n<div>Wenn die Flasche irgendwann einmal an einem dieser Felsen zerschellt, werde ich noch hier sein in den Palmen, den Krabben, dem Sand und in den Fischen.&nbsp;<\/div>\n<div>Ich danke Euch f\u00fcr Euer Hiergewesensein, daf\u00fcr, da\u00df ihr mich aufgenommen und mir geholfen habt, die ersten Jahre hier zu \u00fcberleben.<\/div>\n<div>Der Wind wird st\u00e4rker, die Wellen h\u00f6her und ich denke, da\u00df sich nun mein Schicksal, von ihnen verschlungen zu werden, versp\u00e4tet, aber schlu\u00dfendlich erf\u00fcllen wird.&nbsp;<\/div>\n<div>Sie laufen weit hinauf ans Ufer.&nbsp;<\/div>\n<div>Umsp\u00fclen, leise fl\u00fcsternd, meine Beine,sie ziehen mich fort vom Ufer und tragen mich hinaus ins Meer. Ihr Rauschen erf\u00fcllt nun mein ganzes Sein.&nbsp;<\/div>\n<div>Flasche zu. Kein Adressat. Gute Reise.<\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<div>Das war es, was ich an diesem sturmgepeitschten Nachmittag auf meiner Insel Mallorca zu lesen bekam. Vielleicht bin ich nicht der Erste, der die Flasche ge\u00f6ffnet hat, denn es versteht sich von selbst, ihr den Brief, sorgsam gefaltet, wiederzugeben, sie zu verschlie\u00dfen, den Wellen zur\u00fcckzugeben und ihr eine Gute Reise zu w\u00fcnschen :<\/div>\n<div>Adressat: Kleine Insel, 5 Palmen, viele Felsen und ..<\/div>\n<div>( ich blieb noch f\u00fcr lange Zeit, tief bewegt(Komma raus) von dieser unglaublichen Geschichte, auf meinem kleinen Felsen sitzen.&nbsp;<\/div>\n<div>Der Sturm hatte noch an Kraft zugenommen, die Palmen bogen sich unter den Naturgewalten und sch\u00fcttelten ihr nasses Haupt. Der Regen prasselte in Str\u00f6men(Komma raus) aus pechschwarzen Wolken(dito) auf mich hernieder und der Donner grollte nun direkt \u00fcber mir. Die Blitze schienen das Meer in Flammen setzen wollen &#8211; doch mich bewegte bald nur noch die eine Frage: Wann, zum ersten Mal, tauchte der Begriff &#8220; schizophren&#8220; in der Literatur auf. Ich werde es herausfinden.)<\/div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<p>Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Ut elit tellus, luctus nec ullamcorper mattis, pulvinar dapibus leo.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Flaschenpost Mallorca 2008 &nbsp; Heute ging ich an meinem Lieblingsstrand auf Mallorca spazieren. Der sonst so sch\u00f6ne, blaue, wolkenlose Himmel war von dicken, grauen Wolken verhangen, die der Sturm kr\u00e4ftig fauchend vor sich her gegen die Berge jagte .&nbsp; Dort wurden sie zusammengetrieben und entluden sich, vor Wut gegen diese Begrenzung schwarz angelaufen, gemeinsam mit [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"class_list":["post-7574","page","type-page","status-publish","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reinhardstammerart.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/7574","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reinhardstammerart.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/reinhardstammerart.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reinhardstammerart.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reinhardstammerart.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7574"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/reinhardstammerart.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/7574\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7605,"href":"https:\/\/reinhardstammerart.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/7574\/revisions\/7605"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reinhardstammerart.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7574"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}